Ratgeber Stammholz
Stammholz zu kaufen und das Brennholz selbst aufzubereiten ist die günstigste Lösung – vorausgesetzt, Sie haben Ausrüstung, Platz und Zeit. So gehen Sie sicher vor.
Stammholz – für wen?
Stammholz besteht aus ungespaltenen Stämmen oder Stammabschnitten, die in großen Längen geliefert werden. Es passt zu Ihnen, wenn:
- Sie eine Motorsäge und ein Spaltwerkzeug besitzen und damit umgehen können;
- Sie ein für den Lkw zugängliches Grundstück und Platz zum Lagern und Trocknen haben;
- Sie Ihren Bedarf mindestens ein bis zwei Winter im Voraus planen.
Fehlt eine dieser Voraussetzungen, wählen Sie besser unser trockenes, ofenfertiges Brennholz.
Die Einheiten verstehen
Stammholz wird in der Regel im Festmeter (FM) verkauft: ein Kubikmeter massives Holz ohne Zwischenräume. Gesägt und gespalten nimmt dieses Volumen mehr Platz ein:
- 1 Festmeter ≈ 1,4 Raummeter geschichtete Meterscheite;
- 1 Festmeter ≈ 2 bis 2,4 Schüttraummeter lose geschüttete 33-cm-Scheite.
Planen Sie daher ausreichend Lagerraum für das gespaltene Holz ein.
Ausrüstung und Sicherheit
Die Motorsäge ist ein gefährliches Werkzeug. Ein Motorsägenkurs ist dringend zu empfehlen, und persönliche Schutzausrüstung ist unverzichtbar:
- Forsthelm mit Gesichtsschutzgitter und Gehörschutz;
- Arbeitshandschuhe;
- Schnittschutzhose;
- Schnittschutzstiefel.
Arbeiten Sie auf festem, freiem Untergrund, nie allein, und halten Sie Kinder und Tiere fern. Für größere Mengen ist ein hydraulischer Holzspalter sicherer und weniger anstrengend als eine Spaltaxt.
Brennholz aufbereiten – Schritt für Schritt
- Anlieferung: Lassen Sie das Stammholz auf einem ebenen, zugänglichen Platz nahe Ihrem Arbeitsbereich abladen.
- Sägen: Sägen Sie auf die Länge Ihres Feuerraums (25, 33 oder 50 cm). Sichern Sie die Stämme gegen Wegrollen.
- Spalten: Spalten Sie zügig, idealerweise in den Wochen nach der Lieferung. Gespaltenes Holz trocknet viel schneller als Rundholz, da die Rinde die Verdunstung bremst. Rundlinge über 10 bis 15 cm Durchmesser sollten gespalten werden.
- Stapeln: Stapeln Sie die Scheite regengeschützt, vom Boden abgehoben, gut belüftet und mit Abstand zur Wand.
- Trocknen: Lassen Sie das Holz trocknen, bis die Restfeuchte unter 20 % liegt.
- Prüfen: Messen Sie die Feuchte vor dem Verfeuern.
Wie lange muss Holz trocknen?
| Holzart | Richtwert nach dem Spalten |
|---|---|
| Nadelholz (Fichte, Kiefer), Birke | etwa 1 Jahr |
| Esche | 1 bis 1,5 Jahre |
| Buche, Hainbuche | 1,5 bis 2 Jahre |
| Eiche | 2 Jahre oder länger |
Diese Zeiten gelten für gespaltenes, überdacht und gut belüftet gelagertes Holz. Sonne und Wind beschleunigen die Trocknung; feuchte oder beengte Lagerung verlangsamt sie stark.
Die Feuchte prüfen
In Deutschland darf Holz für kleine Feuerungsanlagen höchstens 25 % Restfeuchte haben (1. BImSchV); für eine effiziente Verbrennung sollten Sie unter 20 % bleiben. Messen Sie mit einem Feuchtigkeitsmessgerät in der Mitte eines frisch gespaltenen Scheits, an mehreren Scheiten des Stapels.
Lieferung von Stammholz
Stammholz ist lang und schwer. Prüfen Sie vor der Bestellung, ob der Lkw die Abladestelle erreichen kann (Breite, Durchfahrtshöhe, Tragfähigkeit des Bodens) und ob genügend Platz vorhanden ist. Teilen Sie uns Einschränkungen mit: Wir prüfen die Zufahrt gemeinsam mit Ihnen.
Die Wirtschaftlichkeit
Stammholz ist je Kubikmeter günstiger als ofenfertiges Holz, doch Arbeitszeit, Kraftstoff, Gerätewartung und der während der Trocknung belegte Platz zählen mit. Für einen ausgerüsteten Großverbraucher mit Platz ist die Ersparnis real; für eine Zusatzheizung bleibt ofenfertiges Holz oft die einfachere Wahl.
Stand: 05.10.2026